Mauerwerk aus Gips mit Vampisol

Mauerwerk aus Gips mit Vampisol

Manchmal sind es gerade die unscheinbaren Details, die einer Modelllandschaft ihre Glaubwürdigkeit geben. Mauern gehören definitiv dazu. Sie strukturieren Gelände, begrenzen Wege oder halten Böschungen und Wasserläufe zusammen. In Kleinberge spielen solche Mauern an mehreren Stellen eine wichtige Rolle.

Auf der Suche nach passenden Elementen bin ich vor einiger Zeit auf Vampisol gestoßen, eine kleine Modellbaufirma von Herrn Kaup. Besonders die Gipsmauern haben mich sofort interessiert. Die Strukturen wirken sehr natürlich und erinnern stark an echtes Bruchsteinmauerwerk.

Die Mauerelemente bestehen aus mineralischem Gips und werden unbehandelt geliefert. Beim Auspacken sind sie zunächst reinweiß, wodurch die feine Steinstruktur besonders gut sichtbar wird. Gerade diese Oberfläche sorgt dafür, dass sich die Mauern später sehr realistisch einfärben lassen.

Ein Detail, das mir besonders gefällt: Die Urmodelle wurden aus einzelnen Steinen aufgebaut. Dadurch wirkt das Mauerwerk nicht gleichförmig, sondern lebendig. Jeder Stein scheint ein wenig anders zu sein, was im Modell eine erstaunliche Tiefe erzeugt.

Die einzelnen Mauerelemente lassen sich durch eine Verzahnung miteinander verbinden. Dadurch können Mauern praktisch beliebig verlängert werden, ohne dass sichtbare Stoßkanten entstehen. Auch leichte Rundungen oder Ecken lassen sich so relativ einfach umsetzen. Ergänzend gibt es passende Endstücke, Flügelteile und Treppenelemente.

Für meine Szene in Kleinberge habe ich die Mauern zunächst farblich behandelt. Durch mehrere dünne Farbschichten entstehen unterschiedliche Steinfarben und leichte Alterungsspuren. Erst dadurch beginnt das Material wirklich zu wirken.

Die Fotos zeigen verschiedene Schritte dieser Arbeit. Zunächst das rohe, noch unbehandelte Gipsmauerwerk. Danach die eingefärbten Mauern, bei denen einzelne Steine leicht unterschiedlich betont wurden. In der fertigen Szene bildet die Mauer schließlich die Einfassung eines kleinen Wasserbeckens.

Gerade in Verbindung mit Wasser, Erde und Vegetation entfaltet das Mauerwerk seine Wirkung besonders gut. Kleine Farbunterschiede, dunklere Fugen und leichte Grünspuren sorgen dafür, dass die Mauern wirken, als hätten sie bereits viele Jahre hinter sich.

Neben den Mauerelementen bietet Vampisol auch andere interessante Modelle an, darunter die Burgruine Tschanüff aus dem Engadin im Maßstab H0. Dieses Modell steht meines Wissens sogar im Miniatur Wunderland in Hamburg.

Die Gipsmauern von Vampisol haben mich jedenfalls überzeugt. Die Qualität ist sehr gut, die Details sind fein ausgearbeitet und das Material lässt sich hervorragend weiterbearbeiten.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass in Kleinberge noch die eine oder andere Mauer aus diesem Material entstehen wird.

Wer neugierig geworden ist, kann bei Vampisol selbst einmal vorbeischauen und sich durch das Sortiment stöbern.


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