Kleinberge in den 1970er-Jahren
Der Morgen beginnt ruhig. Über den Wiesen rund um Kleinberge liegt noch Nebel, und in der Ferne tuckert ein alter Traktor über einen Feldweg. Auf den Straßen ist kaum Bewegung. Das Kopfsteinpflaster glänzt feucht vom Regen der Nacht, und in den schmalen Gassen hallen Schritte etwas länger nach als sonst.
Die Häuser wirken alt und vertraut. An manchen Fassaden blättert der Putz, Holzfensterläden hängen leicht schief, Türen schließen nicht mehr ganz bündig. Doch zwischen diesen Spuren der Zeit blühen in vielen Vorgärten Stockrosen, und über einigen Höfen spannt sich Wäsche zwischen einfachen Leinen. Kleinberge ist kein perfekter Ort – gerade deshalb wirkt er lebendig.
Gegen Mittag verändert sich die Stimmung. Kinder tauchen auf dem Hügel am Ortsrand auf, schieben ihre selbstgebauten Seifenkisten bergauf. Die Fahrzeuge sind aus einfachen Materialien gebaut: alte Bretter, Kugellager als Räder, hier und da ein krummer Nagel oder ein Stück Draht, das alles zusammenhält.
Dann beginnt das Rennen.

Eine Kiste nach der anderen setzt sich in Bewegung und rollt über das Kopfsteinpflaster der kleinen Straße. Die Räder rattern, Staub wirbelt auf, irgendwo schlägt ein loses Brett gegen den Rahmen. Die Kinder rufen durcheinander, lachen, und manchmal gibt es auch ein paar Schrammen.
Ein Junge verliert unterwegs ein Rad. Kurz entsteht Verwirrung, dann helfen die anderen. Das Rad wird wieder eingesetzt, jemand klopft ihm auf die Schulter – und schon steht der nächste Lauf an.
Für die Szene in Kleinberge kommen kleine Figuren und Fahrzeuge von Artitec zum Einsatz, darunter das Set mit den Seifenkistenfahrern. Solche Details bringen Bewegung in eine Modellbau-Szene und erzählen kleine Geschichten im Maßstab H0.
Am Abend wird es wieder stiller im Ort. Aus der Kneipe dringen Stimmen und das Klirren von Gläsern auf die Straße. Ein Hund liegt träge auf dem warmen Pflaster.
Ein paar Kinder zählen noch ihre letzten Groschen. Vielleicht reicht es für einen Kaugummi aus dem Automaten – oder für eine Brause, die man sich irgendwo erbettelt. Der Wind rauscht durch die Bäume am Straßenrand, und irgendwo quietscht eine alte Schaukel.
Morgen wird der Hügel wieder voller sein. Die Seifenkisten stehen schon bereit.

