Über Kleinberge

Kleinberge ist ein persönliches Modellbauprojekt im Maßstab H0 / 1:87. Im Mittelpunkt steht ein fiktiver Ort, der Stück für Stück aus Häusern, Straßen, Höfen, Werkstätten, Garagen und kleinen Alltagsszenen entsteht. Eine klassische Modellbahnanlage ist es nicht, ebenso wenig der Nachbau einer bestimmten Stadt oder eines realen Ortes.

Der Name entstand ziemlich früh, zuerst als Arbeitstitel und fixe Idee, und ist einfach geblieben. Für mich passt er zu einer Kleinstadt oder Randlage, zu einem Ort, den es irgendwo geben könnte. Kleinberge bezeichnet dabei sowohl das Modellbauprojekt als auch diesen fiktiven Ort. Es handelt sich nicht um eine reale Ortschaft oder ein Unternehmen.

Bei Kleinberge geht es mir darum, Orte, die zunächst nur im Kopf existieren, Stück für Stück sichtbar zu machen. Die Ideen dafür entstehen meist schneller, als ich sie umsetzen kann. Oft beginnt es mit einem Gebäude, einer Fassade, einem Foto oder einer Situation, die hängen bleibt. Daraus entwickelt sich irgendwann ein Stück Kleinberge.

Mich interessieren dabei vor allem die weniger perfekten Stellen. Gebrauchsspuren, ausgebesserter Asphalt, alte Werbung, rostige Tore, Anbauten, Mauern und Dinge, die schon länger irgendwo stehen. Auch Menschen und Innenräume gehören dazu. Figuren sollen nicht einfach Fläche füllen, sondern Teil einer Situation sein.

Die Vorbilder liegen vor allem in Westdeutschland und West-Berlin zwischen den 1950er- und 1980er-Jahren. Es geht dabei nicht um eine genaue historische Rekonstruktion. Mich interessieren gewachsene Orte und Gebäude, an denen verschiedene Zeiten ihre Spuren hinterlassen haben.

Inspiration finde ich unterwegs, auf historischen Fotos und dort, wo solche Strukturen noch erhalten sind. Manche Eindrücke kommen aus Berlin, andere aus Städten wie Goslar, Quedlinburg oder Wolfenbüttel. Ich baue diese Orte nicht nach. Meist ist es nur ein Detail, das bleibt: eine Fassade, ein Hof, eine Mauer, bestimmte Materialien oder die Art, wie Gebäude zusammengewachsen sind.

Viele Gebäude beginnen als Bausatz und werden verändert, kombiniert oder anders eingesetzt. Welcher Hersteller auf der Schachtel stand, ist später zweitrangig. Entscheidend ist, was daraus wird und ob es am Ende so wirkt, als hätte es dort schon eine Weile gestanden.

Kleinberge wächst seit 2020, intensiver arbeite ich seit 2023 daran. Es gibt keinen fertigen Stadtplan und keinen Zeitpunkt, an dem der Ort abgeschlossen sein soll. Manche Bereiche verändern sich später noch einmal, andere bleiben lange unfertig. Das gehört dazu.

Kleinberge in Kürze

  • Projekt: persönliches Modellbauprojekt
  • Maßstab: H0 / 1:87
  • Beginn: 2020, intensiver seit 2023
  • Dargestellter Zeitraum: vor allem 1950er- bis 1980er-Jahre
  • Vorbilder: Westdeutschland und West-Berlin
  • Schwerpunkt: glaubwürdige Orte, Gebäude und Alltagsszenen statt klassischer Modellbahnanlage
  • Website: kleinberge.de

Unterstützung & Kooperationen

Kleinberge ist ein unabhängiges Projekt. Verschiedene Hersteller, Händler und kleinere Anbieter haben einzelne Arbeiten oder das Projekt über längere Zeit mit Material und Produkten unterstützt.

Besonders unterstützt wurde Kleinberge von Auhagen, Juweela, Bergswerk, CH-Kreativ und RTS-Greenkeeper.

Weitere Unterstützung und projektbezogene Kooperationen gab es mit Artitec, Modellbahn Union, NOCH, WIKING, Modellbahnshop Lippe, Faller, Heki, Busch, Modeltex, Vampisol und artbeeren.

Die Unterstützung war unterschiedlich. Mal ging es um einzelne Modelle oder Materialien, mal um größere Mengen oder mehrere Projekte. Ich nenne die Unternehmen hier, weil ihre Unterstützung an verschiedenen Stellen in Kleinberge eingeflossen ist.

Ich baue keine Modelle. Ich baue Orte.