Dieses kleine Büro zeigt ziemlich gut, worum es mir beim Modellbau geht: Wirkung über Perfektion. Der größte Teil der Szene ist im Selbstbau entstanden – Wände, Boden, Teppich und die komplette Wandgestaltung mit Plakaten, Fotos und Kalendern.
Schreibtisch, Figur, Lampe und Aktenschrank kommen von Artitec. Die setze ich bewusst ein, weil sie eine Qualität mitbringen, die sich gut in den Eigenbau einfügt, ohne ihn zu überstrahlen.
1980er Jahre als Grundlage
Die Farbwelt und Stimmung lehnen sich an die 1980er an. Das ist im Projekt Kleinberge eine wichtige Zeit. Nichts ist wirklich frisch, nichts perfekt. Leicht vergilbt, etwas stumpf, funktional eingerichtet.
Es geht nicht darum, ein exaktes Vorbild nachzubauen, sondern darum, dass sich der Raum richtig anfühlt.
Wände, Boden und Teppich
Die Basis sind eigene Grafiken, die ich erstellt und ausgedruckt habe. Danach kommt der eigentlich wichtige Teil: das manuelle Altern.
Mit Farbe, kleinen Brüchen und Unsauberkeiten entsteht erst die Tiefe. Der Druck allein wäre zu glatt. Gerade im Maßstab 1:87 fällt das sofort auf.
Der Teppich ist genauso entstanden. Gedruckt, dann gebrochen, damit er nicht wie eine Fläche wirkt, sondern wie etwas, das benutzt wird.
Details an der Wand
Plakate, Fotos und der Kalender sind eigene Entwürfe. Die sind nicht einfach Deko, sondern geben dem Raum Halt. Ohne solche Dinge wirkt ein Innenraum schnell leer, egal wie gut der Rest ist.
Der Ofen
Der Ofen ist komplett selbst gebaut. Kein großes Bauteil, aber wichtig für die Logik des Raums. Genau solche Sachen sorgen dafür, dass eine Szene stimmig bleibt.
Artitec
Die Figur und die Möbel sind für mich so eine Art Referenz. Gerade die Figuren haben eine Qualität, die man nicht oft findet. Sehr fein, gut bemalt, eher kleine Objekte für sich als reine „Füllfiguren“.
Deshalb funktionieren sie hier auch. Sie tragen die Szene mit, statt nur drin zu stehen.
Licht
Das Fenster gibt die Richtung vor. Warmes Licht auf den Arbeitsplatz, der Rest bleibt ruhiger. Dadurch entsteht automatisch Tiefe, ohne dass man viel machen muss.

Und dann bleibt noch die andere Frage
Während ich solche Räume baue, kommt immer wieder die gleiche Überlegung hoch: Was mache ich eigentlich damit?
Ein Blog ist langsam, aber er bleibt. Man kann Dinge sauber zeigen, erklären, einordnen.
Social Media ist schneller, direkter, aber auch schnell wieder weg.
So ein Büro lebt von Details. Das sieht man nicht in zwei Sekunden.
Im Moment läuft es auf beides hinaus. Der Blog für die Sachen, die bleiben sollen. Social Media (mein Instagram-Account) für kurze Einblicke zwischendurch. Ohne großen Plan dahinter. Eher schauen, was sich richtig anfühlt.

