Der Name Kleinberge war am Anfang eigentlich nur ein Arbeitstitel. Eine fixe Idee, die irgendwann da war und dann geblieben ist.
Ich hatte dabei zunächst einen kleinen Ort im Harz im Kopf. Nicht konkret Goslar, Quedlinburg oder irgendeinen anderen Ort. Eher eine Mischung aus Kleinstadt, Randlage und Mittelgebirge.
Mit der Zeit hat sich das ziemlich verändert.
Ich bin in West-Berlin aufgewachsen. Natürlich steckt davon einiges in Kleinberge. Brandwände, Garagenhöfe, kleine Betriebe, alte Reklame, ausgebesserte Straßen und diese manchmal etwas merkwürdigen Übergänge zwischen Wohnen und Gewerbe.
Dazu kommt Ostwestfalen, woher meine Familie kommt. Dort sieht vieles ganz anders aus. Fachwerk, kleinere Häuser, alte Höfe, dörflichere Strukturen und Orte, die über Jahrzehnte einfach weitergebaut wurden.
Und dann kommen Dinge dazu, die ich unterwegs sehe. Häuser, Straßen, Mauern, Tankstellen, Läden oder einfach eine bestimmte Ecke, die mir im Kopf bleibt.
So ist Kleinberge mit der Zeit immer weniger eindeutig geworden.
Heute könnte ein Teil irgendwo in Ostwestfalen liegen, ein anderer im westdeutschen Mittelgebirge und manches ziemlich klar in West-Berlin. Das war nie als Konzept ausgearbeitet. Es ist beim Bauen so entstanden.
Deshalb ist Kleinberge auch keine Stadt, die ich nach einem bestimmten Vorbild nachbaue.
Es gibt Wohnhäuser, Fachwerkhäuser, Bauernhäuser, Werkstätten, Hinterhöfe, Läden, Tankstellen, Garagen und Gebäude, die schon bessere Zeiten gesehen haben. Manche Dinge passen eher aufs Land, andere eher an einen Stadtrand.
Der Name passt für mich trotzdem noch immer.
Kleinberge klingt nach einem Ort, den es irgendwo geben könnte.
Wo genau, weiß ich selbst nicht.
